Hilfe – mein Mädchen wird groß!

Seit zwei Wochen befinden wir uns in der nächsten Phase – meine Große ist mit der 5.Klasse aufs Gymnasium gewechselt und die große Umstellung steht damit an!

Also, sie kommt super zurecht! Sie hat an Tag eins schon Freundinnen mit nach Hause gebracht, redet was von “cute” und “nice” und fragt mich ständig, wann sie die 40min Heimweg mit der Bahn allein fahren kann…

Ich…, also ich hingegen tu mich da irgendwie schwerer mit dieser Umstellung! Das ist ne echte Herausforderung für mich als Gluckenmama! Mir ist bewusst, dass sie zehn ist. Die einen sagen “schon zehn”, ich sage, sie ist erst “zehn”.

Wie gewöhnt man sich daran, dass die Kinder den nächsten großen Schritt machen? Wie gewöhnt man sich daran, dass die Kinder sich loslösen?

Eben war sie noch so niedlich und klein mit ihren wunderschönen Locken und ihren Rehaugen und plötzlich läuft sie mit Boots und Lederjacke in die Schule und fragt mich, welches Kleid wohl besser darunter passt. Sie redet über Klimaschutz und Planetenkonstellationen, als hätte sie noch nie über was anderes gesprochen.

Während mein kleines Mädchen nun also groß wird, muss ich ebenfalls den nächsten Schritt gehen und loslassen. Das ist noch ziemlich schwer.

Denn während ich unfassbar stolz auf sie bin, dass sie so fleißig war, um diesen Schritt zu gehen und sie unendlich bewundere für ihre Selbstsicherheit und ihren Mut, ist es gleichzeitig ein kleiner Pieks im Herz, dass sie mich nun wohl weniger braucht.

Aber gerade heute wurde mir wieder bewusst, dass egal, wie alt sie wird, sie immer mein kleines Mädchen bleiben wird. Ich werde versuchen, sie bestmöglich durchs Leben zu begleiten. Jeden Rat, den sie braucht, wird sie bekommen und ich werde immer versuchen, für sie da zu sein. Ich werde sie begleiten auf ihrem Weg und werde dabei wahrscheinlich Rotz und Wasser heulen.

Ich weiß, dass ich auch oft an meine Grenzen stoße, gerade bei drei Kindern ist es oft nicht einfach, jedem zu 100 % gerecht zu werden. Und sicher gibt es viele Mamas da draußen, die entspannter und geduldiger sind und stets und immer ausschließlich der Kinder zu liebe handeln und leben. Nun, ich gestehe – ich schreie auch mal rum, wenn meine Große cool die Augen verdreht und ich fluche auch, wenn ich nicht mal 5 min in Ruhe einen Kaffee auf dem Sofa trinken kann – aber was ich sicher weiß, ist, dass ich meine Kinder wahnsinnig liebe und so ziemlich alles tue, damit sie glücklich sind!

Wir gehen also diesen Weg gemeinsam, die Herausforderung den nächsten Schritt zu wagen. Zusammen ist’s einfacher!

Samstag Abend sagte sie mir: “Mami, Du bist die weltbeste Mama überhaupt!”

So schlecht stelle ich mich also wohl gar nicht an 🙂

 

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