Less Waste – wie wir dem Müll zu Leibe rücken

Schon seit ich begonnen habe minimalistischer leben zu wollen und daher viel über unser Kaufverhalten nachdenke, stellte ich fest, wie viel unnötigen Müll wir haben und entsorgen müssen.

Vieles kann ich nicht beeinflussen, wie zum Beispiel diese furchtbaren Plastikverpackungen (Reis und Nudeln gibt’s oft nur in ner Plastikverpackung) im Supermarkt, aber einiges andere eben doch.

Zwischen 4,8 und 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Weltmeeren. Laut Spiegel Online könnte man Berlin mit dieser Menge mehr als 3x zudecken! Nicht nur der Plastikmüll, sondern auch die kleinen Bestandteile von Peelings, Zahnpasta oder eben Duschgel, die ins Abwasser gelangen, schaden unserer Welt. Die Kläranlagen können nicht alles herausfiltern. Unglaublich viele Tiere müssen leiden und sterben und was zusätzlich gruselig ist, dass wir die Mikropartikel an Plastik zu uns nehmen, wenn wir denken, wir lassen uns gesunden Fisch schmecken.

Zeit, etwas zu ändern!

Ich bin mit den Kindern durch die Wohnung gegangen und wir haben erschreckend viel Plastik gefunden, welches sich vermeiden lässt, wenn man ein paar Dinge umstellt. Sicherlich es einiges für Dich schon völlig normal, aber vielleicht bringt Dich auch einiges auf Ideen, um unseren Planeten etwas mehr zu schützen.

Für das neue Schuljahr brauchten wir (schon wieder) neue Trinkflaschen für die Kids. Mich störte schon lange, dass ich zwar BPA-freie Flaschen kaufte, das Plastik jedoch nach einiger Zeit doch immer „oll“ wurde, von diversen Weichmachern ganz zu schweigen. Heute war der Tag der Tage und wir haben Edelstahlflaschen und zwei Edelstahlbrotdosen bestellt. Sobald sie da sind, berichte ich, ob sie wirklich genauso gut sind.

Auch im Bad haben wir Unmengen Plastik gefunden. Von den Zahnbürsten, über alle Duschgele (zwar ohne Mikroplastik im Duschgel selbst, aber was ist mit der Verpackung?), bis zu unseren Haarbürsten. Jetzt waren wir voller Tatendrang. Leider machte mein Kontostand nicht so mit, wie ich gern gewollt hätte, denn wie immer kostet „gut“ auch mehr. Aber von nichts kommt nichts.

Wir haben also etwas recherchiert. Bambus ist sehr nachhaltig, weil es wahnsinnig schnell wächst und Seife gibt es umweltfreundlicher am Stück, nicht für klassisch für die Haare, sondern auch für Körper und Haar!

Jetzt warten wir auf unsere Riesenbestellung und freuen uns, einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zu leisten.

Ich halte Dich auf dem Laufenden, wenn die Produkte da und getestet sind.

Alles umstellen funktioniert wahrscheinlich nicht wirklich. Es gibt Artikel, die man zwar problemlos auch ersetzen könnte, wir uns aber teilweise so unwohl fühlen würden, dass sich die Umstellung dann eher nach Kampf, als nach Gewinn anfühlen würde.

Letzte Woche waren wir im Umwelt-und Naturhaus im FEZ-Berlin und passenderweise war dort eine Ausstellung zum Thema Müll in den Meeren und Ozeanen und wie schon Kinder auf was achten können. Einige Bilder kannten wir, dennoch waren wir erneut geschockt. Meeresschildkröten, die durch Plastikringe komplett verformt waren, tote Vögel mit Unmengen Plastikmüll im Magen und Unmengen Reifen auf dem Meeresgrund… Das macht nachdenklich und traurig.

Ich möchte bei meinen Kindern das Bewusstsein wecken, dass wir keinen 2. Planeten haben und dass auch ihre Kinder und Enkel auf dieser wunderschönen Erde gesund leben wollen. Wenn wir und unsere Kinder nicht umdenken – wer dann?

Erzähl doch mal – was ist Dein größtes Umweltlaster und wann hingegen ist das Beste, was Du umgestellt hast?

4 Kommentare zu „Less Waste – wie wir dem Müll zu Leibe rücken

  1. Ich muss zu meiner Schade gestehen das ich bis vor kurzem kein Müll getrennt habe. Jetzt schon!! Ich verzichte auf Weichspüler, kaufe jetzt Bio Ohrstäbchen,ohne Plastik. Und ich nehme mir immer meine Einkaufstaschen mit. Also auch nicht viel :/

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    1. Liebe Dani, vielleicht nicht viel, aber schon ein Anfang! Und das Umdenken hat begonnen. Kennst Du die App CodeCheck? Mit dieser kannst Du Deine Pflegeprodukte mal scannen und es ist wirklich erschreckend, wie viel Mist in den meisten Sachen ist. Nicht nur Mikroplastik, sondern auch sonst schädliche Stoffe für Dich und Deine Familie.

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    2. Oh ich habe auch bis vor kurzen den Müll noch nicht richtig getrennt. Also Biomüll, Papier und Glas immer aber sonst ist alles in den Hausmüll gewandert. Jetzt haben wir aber zum Glück einen Gelben Sack und ich habe mich auch mehr mit dem Thema beschäftigt. Ansonsten bin ich im Bad schon relativ plastikfrei. Benutze eine Bambuszahnbürste, nur noch feste Seife und Wäsche meine Haare mit Roggenmehl und Apfelessig seit über einem Jahr. 🙂 es geht immer Schritt für Schritt voran 🙂

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      1. Genau🙂, jeder Schritt ist wichtig und gut. Mülltrennung ist sehr wichtig, nur so kann alles richtig recycelt werden und günstiger ist es ja auch, da der Hausmüll teurer in der Entsorgung ist. Das Bad ist der Hauptpunkt zum plastikfreien Zone, hab ich das Gefühl. Wir legen auch immer mehr los! Zusammen können wir alle ein Stück verändern.

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